Die ruhigen Tage – sofern man nicht dem alljährlichen Einkaufsstreß erlegen ist.
Und wenn doch, dann macht jede gewonnene Ruhe diese Tage nur umso bedeutender.
Ich wünsche allen meinen Lesern – ob Freund oder Feind – ein frohes Fest.
Denn Weihnachten ist eine Zeit des Innehaltens.
Eine Zeit, in der man Abstand gewinnt, zur Ruhe kommt und den Blick vom Lärm des Alltags löst.
Ein Moment, der eigentlich für Maß, Besinnung und Menschlichkeit steht.
Vielleicht ist es genau deshalb der richtige Zeitpunkt für ein kurzes Kapitel, das zeigt, wie weit sich manche Geschichten von diesem Maß entfernen können.
Kapitel 5 meines Buches trägt den Titel
„Ein Pranger mit Konfetti“.
Es beschreibt den Punkt, an dem ein Mensch nicht mehr angegriffen wird,
sondern durch eine Figur ersetzt.
Nicht durch Argumente.
Nicht durch Auseinandersetzung.
Sondern durch Masken, Rollen und symbolische Bilder.
„Die Figur, die man aus mir geformt hatte, brauchte mich längst nicht mehr.“
Vielleicht ist das die bittere Ironie dieser Geschichte:
Daß ausgerechnet dann,
wenn innegehalten werden sollte,
sichtbar wird, wie weit sich eine Erzählung
von jedem Maß entfernt hat.
„JANUS – Wenn ein Name Feuer fängt“ erscheint am 4. Januar 2026 bei Amazon.
Manche Pranger brauchen heute keine Nägel mehr.
Ein wenig Konfetti genügt.

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