Es gibt Abende,
an denen man zurückblickt,
ohne Bilanz ziehen zu wollen.
Nicht, um zu bewerten.
Nicht, um abzuschließen.
Sondern um zu spüren,
was trotz allem geblieben ist.
Silvester ist so ein Moment.
Wenn Masken leichter werden.
Wenn Rollen müde sind.
Wenn das Jahr nicht mehr laut sein muß.
Kapitel 12 setzt genau dort an.
Nicht bei dem, was verloren ging.
Nicht bei dem, was beschädigt wurde.
Sondern bei dem,
was sich der Logik von Öffentlichkeit entzieht.
Nicht Rettung.
Nicht Erlösung.
Nicht Happy End.
Sondern etwas viel Unzeitgemäßeres:
eine Begegnung,
die keine Fragen stellt,
die nichts erklärt haben will,
die nicht prüft,
ob etwas „paßt“.
„Liebe interessiert sich nicht für Erklärungen.“
Dieser Satz ist kein Trost.
Er ist ein Widerspruch.
Gegen Zuschreibung.
Gegen Rollen.
Gegen Bilder.
Kapitel 12 erzählt nicht von Romantik.
Es erzählt davon,
was möglich wird,
wenn jemand nicht auf das hört,
was über einen gesagt wird –
sondern auf das,
was vor ihm steht.
Vielleicht ist das der leise Gedanke,
mit dem man ein Jahr verlassen kann:
Daß nicht alles entschieden ist.
Daß Nähe dort beginnt,
wo Öffentlichkeit endet.
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Manche Jahre enden nicht mit einem Knall.
Sondern mit einem Menschen,
der bleibt.

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