Was sie nicht geschafft haben

Sie wollten, daß es endet.
Nicht diskutiert.
Nicht geklärt.
Beendet.

Ein Name sollte reichen.
Ein Etikett.
Ein letzter Satz.

Danach: Stille.

Was sie nicht verstanden haben:
Ein Name ist kein Papier.

Man kann ihn beschmieren.
Man kann ihn zerreißen.
Man kann ihn durch Schlagzeilen jagen.

Aber man kann ihn nicht auslöschen,
solange jemand darin noch steht.

Sie haben alles versucht,
was Öffentlichkeit hergibt:

Wiederholung.
Verkürzung.
Moral.

Nicht einmal besonders kreativ.
Nur laut.
Nur oft genug.

Sie wollten, daß man wegschaut.
Daß man aufhört zu fragen.
Daß man akzeptiert,
daß ein Mensch erledigt ist.

Was sie nicht eingeplant hatten:

Daß Feuer nicht nur zerstört.
Daß es auch klärt.
Daß es trennt,
was trägt
von dem, was nur aufliegt.

Freunde verschwanden.
Räume schlossen sich.
Arbeit verdampfte.

Und plötzlich blieb nur noch das,
was nicht brennt.

Ein Name,
der nicht mehr gefallen muß.

Ein Name,
der nichts mehr beweisen will.

Ein Name,
der den Preis kennt
und trotzdem bleibt.

Sie wollten, daß ich leiser werde.
Stattdessen wurde es still.

Und in dieser Stille
konnte ich endlich sehen,
was diese Geschichte wirklich ist.

Nicht das,
was über mich geschrieben wurde.

Sondern das,
was sie nicht verhindern konnten.

Dieses Buch ist kein Gegenschlag.
Es ist das Protokoll dessen,
was übrig bleibt,
wenn alles andere verbrennt.

Nicht entschärft.
Nicht versöhnt.
Nicht angepaßt.

Was sie begonnen haben,
konnte hier nicht enden.

Am 4. Januar
steht diese Geschichte dort,
wo sie nicht mehr verkürzt werden kann.

Im Buch.

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