JANUS – Wenn ein Name Feuer fängt
1–2 MinutenDieses Buch existiert. Nicht als Kommentar.Nicht als Deutung.Nicht als Zusammenfassung dessen,was andere daraus gemacht haben. Sondern als vollständige Erzählung. Alles, was öffentlich verkürzt wurde,steht hier in der Reihenfolge,in der es tatsächlich geschah. Mit Zeit.Mit Entscheidungen.Mit Konsequenzen. Ohne Auslassungen. Wer glaubt, diese Geschichte zu kennen,kennt sie nur in Fragmenten. Denn sie wurde nie als Ganzes erzählt.
Was passiert, wenn eine Geschichte nicht mehr aufzuhalten ist
1–2 MinutenBis hierher konntest Du lesenund glauben, das sei schon die Geschichte. Ist es nicht. Was Du hier gelesen hast,waren Splitter.Druckstellen.Vorzeichen. Nicht der Kern. Der Kern beginnt dort,wo nichts mehr ausgespart wird. Wo Reihenfolge zählt.Wo Entscheidungen Namen haben.Wo man nicht mehr behaupten kann,man habe es „so nicht gewußt“. Ab morgen gibt es keine Andeutung mehr.Keine Schonung.Keinen
Was sie nicht geschafft haben
1–2 MinutenSie wollten, daß es endet.Nicht diskutiert.Nicht geklärt.Beendet. Ein Name sollte reichen.Ein Etikett.Ein letzter Satz. Danach: Stille. Was sie nicht verstanden haben:Ein Name ist kein Papier. Man kann ihn beschmieren.Man kann ihn zerreißen.Man kann ihn durch Schlagzeilen jagen. Aber man kann ihn nicht auslöschen,solange jemand darin noch steht. Sie haben alles versucht,was Öffentlichkeit hergibt: Wiederholung.Verkürzung.Moral. Nicht
Warum man meinen Namen nicht verbrennen konnte
1–2 MinutenMan wollte ihn auslöschen.Mit Schlagzeilen.Mit Wiederholung.Mit dem Feuer der Öffentlichkeit. Ein Name sollte verbrennen.Stattdessen wurde er geformt. „Mein Name war nicht mehr meiner.“ Es gibt Feuer, die zerstören.Und es gibt Feuer, die schmieden. Was als Brand begann,wurde Druck.Was als Angriff gedacht war,wurde Hitze.Und Hitze formt. Der Januar trägt den Namen Janus.Der Gott der Schwelle.Der Übergänge.Der
Wo Öffentlichkeit endet, beginnt Nähe
1–2 MinutenEs gibt Abende,an denen man zurückblickt,ohne Bilanz ziehen zu wollen. Nicht, um zu bewerten.Nicht, um abzuschließen.Sondern um zu spüren,was trotz allem geblieben ist. Silvester ist so ein Moment.Wenn Masken leichter werden.Wenn Rollen müde sind.Wenn das Jahr nicht mehr laut sein muß. Kapitel 12 setzt genau dort an.Nicht bei dem, was verloren ging.Nicht bei dem, was
Wer bleibt, wenn der Lärm geht
1–2 MinutenNach einer Welle bleibt nicht viel sichtbar. Es verschwindet schneller,als man es festhalten könnte.Gesichter werden seltener.Gespräche kürzer.Nähe vorsichtiger. Und doch zeigt sich genau dann etwas,das vorher im Lärm kaum zu erkennen war. Nicht, wer laut war.Nicht, wer sich positionierte.Sondern,wer blieb. Kapitel 11 setzt genau dort an.Nicht bei denen, die gingen.Sondern bei denen,die sich dem Reflex
Der Punkt ohne Rückzug
1–2 MinutenEs gibt einen Punkt,an dem eine Geschichte nicht mehr weiter eskaliert. Nicht, weil sich etwas geklärt hätte.Sondern weil der Mechanismus,der alles angetrieben hat,ins Leere läuft. Genau an dieser Schwelle setzt Kapitel 10 an. Nicht mit Antworten.Nicht mit Rechtfertigungen.Nicht mit einem Neuanfang, der sich schon gut anfühlt. Sondern mit dem Moment nach dem Fall.Dort, wo nichts
Der Tag, an dem es nicht mehr reichte, einfach zu arbeiten
1–2 MinutenEs gibt Momente, in denen man merkt,daß eine Geschichte nicht mehr draußen stattfindet. Nicht in Zeitungen.Nicht in Kommentaren.Nicht im Netz. Sondern dort, wo man morgens hingeht,um einfach seine Arbeit zu tun. Kapitel 9 meines Buches trägt den Titel„Der Tag, an dem die Figur meinen Arbeitsplatz verlor“. Es ist das dunkelste Kapitel des Buches.Und der Grund,
Das Kapitel, das ich am liebsten nie hätte schreiben müssen
1–2 MinutenMan kann vieles wegstecken.Man kann sich an Schlagzeilen gewöhnen, an Gerüchte, an das ständige Kippen von Atmosphäre. Aber es gibt einen Punkt, an dem es nicht mehr um Dich geht.Nicht um Ruf. Nicht um Deutung. Nicht um Öffentlichkeit. Sondern um Kinder. Kapitel 8 meines Buches heißt:„Die Kinder im Schatten des Namens“. Es ist kein „politisches“









